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Frau streichelt ältere, im Bett liegende Frau

Modellprojekt „Gelassen - nicht alleine lassen. Entwicklung eines Instruments zur Selbsteinschätzung der eigenen Gelassenheit, um Herausforderungen durch Begleitung und Pflege bewusst anzunehmen oder abzuwenden.“

 

Projektträger:

Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V.

Projektpartner:

Technische Hochschule  Köln, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften

Fokussiertes Problem:

Eine allgemeine Empfehlung an Angehörige lautet, dass sie sich beraten lassen sollen, wenn sie merken, dass sie im Zusammenhang mit Begleitung und Pflege eine Neigung zu Handlungen wahrnehmen, die als gewaltsam empfunden werden könnten. In der Praxis ist jedoch festzustellen, dass die Hürde, ein Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen, sehr hoch ist.

Projektziel:

Ein Instrument ist entwickelt, mit dem Angehörige selber den situativen Grad ihrer Gelassenheit messen können. Damit sollen Angehörige in ihrer Selbstreflexion unterstützt werden, um kritische Situationen selbstbestimmt vermeiden zu können und/oder selbst zu erkennen, dass ein Beratungsangebot möglicherweise sehr hilfreich sein könnte.

Maßnahmen:

Das Instrument zur Selbsteinschätzung soll an vier Standorten in NRW gemeinsam mit Angehörigen entwickelt und getestet werden. Zudem sollen alltagstaugliche Strategien gemeinsam mit den Angehörigen entwickelt werden. Somit können gute Beispiele Hilfen und Orientierungen geben, die sich im Alltag bewährt haben. Die Ergebnisse der Selbsteinschätzung können damit gleich in Handlungsoptionen und Entscheidungshilfen übersetzt werden.  In einer zweiten Phase soll sich auf das Thema „freiheitseinschränkende Maßnahmen“ fokussiert werden. Viele bewährte Ansätze für beruflich Pflegende werden beleuchtet und auf die Anwendbarkeit für Angehörige getestet. Entstehen soll ein leicht verständliches Manual, das Angehörigen Alternativen zu freiheitseinschränkenden Maßnahmen aufzeigen kann. Hier soll ebenfalls eine Prüfung auf eine rechtssichere Anwendung erfolgen.

Wirkung:

Angehörigen werden  alltagsnahe und anwendbare Hilfen zur Selbsthilfe gegeben, die über die bestehenden Netzwerke der Alzheimer Gesellschaften, der Landesinitiative Demenz-Service NRW oder dem Zentrum zur Qualitätsentwicklung in der Pflege in die Fläche getragen werden können.