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Frau streichelt ältere, im Bett liegende Frau

Modellprojekt im Rahmen der Initiative „Pflege Inklusiv“: „Pflege stationär – Weiterdenken!“ - Modellverbund zur multiprofessionellen, sektorenübergreifenden Versorgung in Bielefeld und Herford

Am 13. Oktober 2016 ist mit einer Tagung in der Bielefelder Johannesstiftskapelle 

das durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW geförderte Projekt „Pflege stationär  – Weiterdenken!“ gestartet.  

In Ihrem Grußwort hat Ministerin Barbara Steffens betont, wie wichtig die nun angestoßenen Veränderungsprozesse in der Pflegelandschaft sind. Mit Günter Garbrecht, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates, diskutierte sie über die Chancen und Herausforderungen des multiprofessionellen Ansatzes. Moderiert wurde das Gespräch durch Dr. Bodo de Vries, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Ev. Johanneswerks.

Die Veranstaltung war als „Denkort“ konzipiert. Vertreterinnen und Vertreter von Leistungserbringern, Kommunen, Politik, der Kranken- und Pflegekassen sowie der Wissenschaft und der zuständigen Ministerin des Landes analysierten gemeinsam die Potentiale einer für das Wohnquartier weitergedachten stationären Arbeit.

Mit dem wachsenden Anteil älterer und hochaltriger Menschen in der Bevölkerung steigt auch die Zahl der auf Hilfe und Pflege angewiesenen Menschen in den Städten und Gemeinden an. Ihnen ein selbstbestimmtes und würdiges Leben im angestammten Wohnumfeld zu ermöglichen, ist zentrale Voraussetzung für ein inklusives Gemeinwesen. 

Benötigt werden Konzepte, die ein ausdifferenziertes Angebot der sozialen, gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung zugänglich machen und systematisch am Bedarf der Bevölkerung des Quartiers ausgerichtet sind. Ein solches Konzept zu entwickeln und an vier Standorten in Bielefeld und Herford zu pilotieren, ist Ziel des Modellprojektes. Vier stationäre Pflegeeinrichtungen sollen zu sektorenübergreifenden, multiprofessionellen Pflegezentren weiterentwickelt werden, die ambulante und stationäre Angebote integrieren und verschiedene Dienstleistungen, Professionen und Angebotsformen unter einem Dach vereinen. Auf diese Weise sollen sie im Stadtteil/Quartier eine umfassende Versorgung für ältere, chronisch kranke, hilfe- und pflegebedürftige Menschen bereitstellen.

Die Evaluation der Konzepte soll die Wirkungen der Zentren, insbesondere den Beitrag der Zentren zur Sicherung von Versorgungskontinuität sowie der Versorgungs- und Lebensqualität ihrer Nutzerinnen und Nutzer aufzeigen sowie den Innovationsgehalt der sektorenübergreifenden Pflegezentren und die Potentiale der Weiterentwicklung zu sektorenübergreifenden multiprofessionellen Gesundheitszentren im Quartier darstellen.